16. – 29.1.17

Lebensmittelpunkt Berlin, ein Paukenschlag und gewonnene Wahlen

In Doppelsitzungswochen ticken die Uhren anders, alles ist auf die Hauptstadt eingestellt. Am Freitagnachmittag fahre ich zwar für einen Abstecher heimwärts, aber nur um am Samstag Neujahrsempfänge zu besuchen, bevor ich am Sonntag wieder nach Berlin starte.

In der ersten Woche plätschert alles ein wenig vor sich hin und alles ist wie immer. Am Donnerstag findet jedoch die Gedenkfeier für die Opfer des Terrorschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt statt. Unser Präsident Lammert findet die richtigen Worte und alle sind nach wie vor tief erschüttert über den grausamen Anschlag. Unsere Antwort auf Hass ist Zusammenhalt. Besonnen und entschlossen gegen den Terror.

Die zweite Sitzungswoche beginnt am Montagmorgen mit der Klausurtagung der Haushälter zum Thema Bund-Länder-Finanzen, die wir in einem strammen Zeitplan beraten sollen. Wir sind uns jedoch mit unseren Unionskollegen einig, dass Sorgfalt vor Schnelligkeit geht.

Am Dienstag liegt merkbar Spannung in der Luft und es „treiben“ sich extrem viele Journalisten im Bundestag rum. Und dann … Zeitgleich mit Beginn unserer Fraktionssitzung tickern die ersten Meldungen, dass Sigmar Gabriel sich zurückzieht. In der Fraktion erläutert Sigmar dann seine Gründe für den Rückzug und empfiehlt Martin Schulz als Vorsitzenden und Kanzlerkandidat. Die Überraschung ist ihm geglückt und ziemlich viele „gut informierte“ Medienvertreter und auch Abgeordnete sind baff erstaunt. Am Mittwoch stellt sich Martin Schulz in der Fraktion vor und der Funke springt sofort über. Ja, Martin kann Kanzler, mit ihm haben wir echte Chancen und dass Brigitte Zypries nun Wirtschaftsministerin wird, freut uns Hessen natürlich auch sehr.

Nach der turbulenten Woche geht es am Wochenende zu Neujahrsempfängen von der Feuerwehr und dem Landratsempfang der Karnevalsvereine. Am Abend warten wir gespannt auf die Wahlergebnisse in Baunatal und Schauenburg. Hurra, Manni Schaub bleibt in Baunatal „ungekrönter König“ mit 91,7 % und Michael Plätzer hat es mit 55,7 % sensationell im 1. Wahlgang geschafft und die Amtsinhaberin mit 26 % weit hinter sich gelassen.

Veröffentlicht: 31.01.2017



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© Ulrike Gottschalck
Datum des Ausdrucks: 19.08.2017