Bundestag beschließt Lohngleichheitsgesetz

Am heutigen Donnerstag hat der Deutsche Bundestag das Lohngleichheitsgesetz beschlossen. Kern ist die EinfĂŒhrung eines individuellen Auskunftsanspruches: Arbeitgeber mit mehr als 200 BeschĂ€ftigten mĂŒssen ihren Angestellten kĂŒnftig auf Anfrage erlĂ€utern, nach welchen Kriterien sie bezahlt werden. Insgesamt profitieren bis zu 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


„Noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt rund 21 Prozent weniger als MĂ€nner. Diese LohnlĂŒcke ist ein Beleg fortdauernder gesellschaftlicher Diskriminierung von Frauen, der wir einen gesetzlichen Riegel vorschieben mĂŒssen“, befindet die Kasseler Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck (SPD).

„Wenn wir wollen, dass Frauen und MĂ€nner beim Gehalt nicht gegeneinander ausgespielt werden, dann mĂŒssen wir mit dem Tabu ‚Über Geld spricht man nicht‘ brechen. Das Lohngleichheitsgesetz schafft die dafĂŒr erforderliche Transparenz: Wir ermöglichen den BeschĂ€ftigten, ihr Gehalt zu ĂŒberprĂŒfen und sich effektiv gegen Ungleichbehandlung zu wehren“, so Gottschalck weiter. „Davon profitieren vor allem Frauen, die trotz gleicher Arbeit und Qualifikation hĂ€ufig weniger verdienen als ihre mĂ€nnlichen Kollegen.“

„Mit dem Mindestlohn, dem Ausbau der Kinderbetreuung und der Frauenquote in AufsichtsrĂ€ten haben wir in dieser Legislaturperiode bereits viel fĂŒr Frauen erreicht“, zieht Gottschalck Bilanz. „Das Lohngleichheitsgesetz ist ein weiterer Meilenstein in Richtung Lohngerechtigkeit. ‚Gleicher Lohn fĂŒr gleiche Arbeit‘: FĂŒr diesen Grundsatz hat die SPD lange gekĂ€mpft – nun wird er endlich gesetzlich festgeschrieben.“

Veröffentlicht: 30.03.2017



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© Ulrike Gottschalck
Datum des Ausdrucks: 12.12.2017