Mein Garten und ich

Der Garten ist mein Metier. Hier kann ich abschalten, Kraft tanken, bekomme Inspirationen und nebenbei dringend notwendige körperliche Bewegung und frische Luft.

Bereits im Februar suche ich, mit der Nase fast am Boden, nach den ersten Spitzen der Frühlingsblüher - und wenn ich welche entdecke, dann ist es soweit: Das Gartenjahr steht vor der Tür. Hurra! Ab sofort wird dann im Terminkalender nach freien Stunden für den Garten gesucht und Gartenzeitschriften studiert, um Anregungen für meinen Traumgarten zu suchen. Das ist dann auch die Zeit, wo mein Mann einen großen Bogen um mich macht, weil er Arbeitsaufträge zum Bau einer Trockenmauer, Pergola und, und, und ... fürchtet.

Überhaupt ist meinem Mann ‚mein‘ Garten ziemlich egal, er ist lieber für das Feine und pflegt seine Fuchsiensammlung mit Hingabe. Also muss ich für meine Ideen selbst Hand anlegen und meist gelingt es auch ganz gut - und falls nicht, kommen mir mein Mann oder mein Sohn doch zur Hilfe. Im Frühling und im Frühsommer könnte ich rund um die Uhr ohne Ausfallerscheinungen mit Gartenarbeit verbringen, doch leider lässt das mein Terminkalender nicht zu.

Wie ein Kind freue ich mich über eine schön gestaltete Gartenecke, den dekorierten Hauseingang, meine duftenden Blumenstauden oder die Libellen am Gartenteich. Meine absoluten Lieblinge im Garten sind eine reich blühende blaue Glyzinie, eine Laubenulme, die duftende Strauchrose Rosenresli und viele verschiedene Funkiensorten, die mit ihren großen Blättern Schattenecken wunderbar aufpeppen können.

© Ulrike Gottschalck
Datum des Ausdrucks: 21.08.2017